Kurz gesagt

Ein persönlicher KI-Assistent für Führungskräfte, wir sagen KI-Stabschef, kennt den eigenen Arbeitskontext: E-Mails, Kalender und Gespräche. Er bereitet den Tag und jedes Meeting vor, beantwortet Fragen mit Quellenangabe und entwirft Antworten, die erst nach ausdrücklicher Freigabe hinausgehen. LEADBeyond, eine Boutique-Strategieberatung aus München, gegründet von ehemaligen Partnern bei McKinsey & Company und Roland Berger, hat so einen Assistenten für den eigenen Arbeitsalltag gebaut: Maverick. Vom ersten Architekturentscheid bis zum heutigen Umfang vergingen rund drei Monate. Mit derselben Methode setzen wir die KI-Use-Cases unserer Kunden um.

Das Wichtigste

  • Das Problem: Arbeit liegt verteilt in Mail, Kalender, Teams, Drive und mehreren KI-Chats. Der Zusammenhang geht verloren, und jede Vorbereitung beginnt mit Suchen.
  • Maverick bündelt Gmail, Google Kalender und aufgezeichnete Gespräche in einem privaten Gedächtnis und beantwortet Fragen mit Quellenangabe.
  • Maverick schreibt, der Mensch sendet: Mails und Termine gehen erst nach ausdrücklicher Bestätigung hinaus, auf dem Mac per Touch ID.
  • Gebaut mit KI-Coding-Agenten wie Claude Code, in rund drei Monaten, mit über 130 schriftlich festgehaltenen Architekturentscheidungen.
  • Jede Person hat eine eigene Instanz, gehostet in Frankfurt; die KI läuft über das Claude-Abo, das ohnehin bezahlt wird.
  • Übertragbar auf Ihre KI-Use-Cases: mit einem täglichen Ablauf beginnen, Belege vor schönen Sätzen, Freigabe vor jeder Aktion nach außen.

Der Film: Maverick in gut zwei Minuten

Maverick, unser KI-Stabschef, im Film (2:21, Englisch). Alle Namen, Firmen und Zahlen im Film sind Demo-Daten.

Was der Film zeigt, in Kurzform:

  • Tagesstart. „3 Dinge brauchen dich heute“: eine korrigierte Rechnung, drei Mails, die eine Antwort brauchen, und ein Call um 14 Uhr, dessen Briefing schon bereitliegt.
  • Meeting-Briefing. Ziel des Termins, was beim letzten Mal besprochen wurde, was offen ist, und zu jedem Punkt die Quelle: Call oder Mail mit Datum.
  • Fragen per Sprache. „Was hat Lena über das Budget gesagt?“ Die Antwort nennt die zwei Calls und die Mail, aus denen sie stammt.
  • Mail-Entwurf. Maverick schreibt die Antwort; gesendet wird erst nach Bestätigung per Touch ID, und zwar genau die Fassung, die angezeigt wurde.
  • Im Call. Live-Untertitel während des Gesprächs und eine Aufgabenliste, die sich aus Mails und Gesprächen füllt.
  • In Claude. Wer in Claude einen Entwurf erstellt, bekommt die Fakten aus Maverick, und das Ergebnis fließt als Notiz zurück.

Was ist ein KI-Stabschef?

Definition

KI-Stabschef (englisch AI Chief of Staff) nennen wir einen persönlichen KI-Assistenten, der für eine Führungskraft arbeitet wie ein guter Chief of Staff: Er kennt Termine, Zusagen und Gesprächsverläufe, bereitet Meetings und Entscheidungen vor und hält nach, was offen ist. Er handelt nicht eigenmächtig: Jede Aktion nach außen gibt der Mensch frei.

Allgemeine KI-Chats formulieren gut, aber sie kennen den Arbeitskontext nicht. Jede Frage beginnt mit Kopieren und Einfügen, und am nächsten Tag ist der Zusammenhang wieder weg. Ein KI-Assistent im Unternehmen wird erst dann zum Stabschef, wenn er an die eigenen Quellen angebunden ist und zeigt, woher seine Aussagen kommen. Genau das war die Aufgabe, die wir uns mit Maverick gestellt haben.

Was Maverick im Arbeitsalltag tut

  • Start my day. Der Tag beginnt mit einem kurzen Gespräch: was heute passieren muss, was strategisch ist, worauf man wartet, was sich verschieben lässt, und ein nächster Schritt. Die Antworten darauf ändern die echten Aufgaben.
  • Meeting-Vorbereitung. Zu jedem Termin ein Briefing aus Kalender, Mails und früheren Gesprächen, mit Ziel und offenen Punkten.
  • Suche im eigenen Gedächtnis. Auch vage erinnerte Mails und Gesprächsstellen finden; jede Antwort verlinkt ihre Belege. Wo Belege fehlen oder sich widersprechen, sagt Maverick das, statt eine glatte Antwort zu erfinden.
  • Zusagen nachhalten. Versprechen aus gesendeten Mails erkennt Maverick als Vorschlag; zur Aufgabe werden sie erst nach Bestätigung.
  • Gespräche festhalten. Eine Mac-App erkennt Calls in Zoom, Teams, Webex oder Google Meet, zeigt Live-Untertitel und legt das Transkript im Gedächtnis ab.
  • Vorbereiten statt eigenmächtig handeln. Mails und Kalendereinladungen bereitet Maverick vor; hinaus geht nur, was der Mensch bestätigt hat.
  • Mit der vorhandenen KI. Maverick ist in Claude als Connector eingebunden: Was dort entsteht, fließt zurück ins Gedächtnis.
Meeting-Briefing von Maverick: Ziel des Termins, letzter Stand, offene Punkte, jeweils mit Quelle aus Call oder Mail
Meeting-Briefing: Jede Zeile nennt ihre Quelle, hier ein Call vom 14. Oktober und zwei Mails. Demo-Daten aus dem Film.

Wie wir den KI-Assistenten erstellt haben

Maverick ist ein Eigenbau. Den ersten Architekturentscheid haben wir am 26. Juli 2026 festgehalten; seitdem wächst das Werkzeug in kleinen, geprüften Schritten. Den Code schreiben KI-Coding-Agenten, vor allem Claude Code. Die Regeln legen wir fest, so wie wir es beim Vibe Tooling für Kunden tun.

  1. Ein täglicher Ablauf als Kern. Der erste Umfang war bewusst schmal: ein Google-Workspace-Konto und ein Satz, „Maverick, start my day“. Weitere Funktionen kamen erst, als dieser Ablauf trug.
  2. Spezifikation und Entscheidungen schriftlich. Produktspezifikation, Sicherheitsregeln und bis heute über 130 Architekturentscheidungen. Soll eine Änderung davon abweichen, braucht sie einen neuen Entscheid, nicht nur neuen Code.
  3. Belege vor schönen Sätzen. Die Produktregel lautet: Eine elegante Antwort mit unvollständigen oder falsch zugeordneten Belegen ist ein Fehler. Deshalb sucht Maverick zuerst die Quellen und formuliert erst dann.
  4. Kontrollierte Aktionen nach außen. Gmail wird nur gelesen, mit einer Ausnahme: dem Senden eines vorbereiteten Entwurfs nach ausdrücklicher Bestätigung. Termine entstehen ebenfalls erst, wenn der genaue Inhalt freigegeben ist.
  5. Prüfen vor jeder Änderung. Automatische Tests, Prüfschritte in der Build-Pipeline und Code-Reviews durch KI-Modelle, bevor eine Änderung live geht.
Claude mit verbundenem Maverick: Entwurf eines Angebots mit Fakten aus Maverick und Rückmeldung, dass eine Notiz gespeichert wurde
In Claude arbeiten: Die Fakten kommen mit Quelle aus Maverick, das Ergebnis geht als Notiz zurück. Demo-Daten aus dem Film.

Datenschutz: Wo die Daten liegen

Maverick läuft als eigene Instanz für genau eine Person, gehostet in Frankfurt. Jede gespeicherte Information ist dieser Person zugeordnet; auf Postfächer oder Kalender anderer greift Maverick nicht zu. An das Sprachmodell gehen nur die Ausschnitte, die für die jeweilige Frage gefunden wurden, nie das ganze Postfach. Die KI arbeitet über das Claude-Abo, das wir ohnehin nutzen; einen zusätzlichen KI-Vertrag braucht es dafür nicht.

Fünf Regeln für Ihre KI-Use-Cases

  1. Mit einem Ablauf beginnen, der jeden Tag vorkommt. Ein täglicher Ablauf zeigt schnell, ob das Werkzeug trägt; ein seltener Sonderfall zeigt es nicht.
  2. Erst die Quellen anbinden, dann formulieren lassen. Ohne Zugriff auf die eigenen Daten bleibt ein KI-Assistent ein Chat.
  3. Jede Aussage belegen. Wer die Quelle sieht, kann der Antwort vertrauen oder sie prüfen.
  4. Der Mensch gibt frei. KI darf vorbereiten; senden, buchen und ändern nur nach Bestätigung.
  5. Vorhandene Systeme und Abos nutzen. Maverick arbeitet mit Google Workspace und Claude: kein neues Kernsystem, kein neuer KI-Vertrag.

Von Maverick zu Ihrem KI-Use-Case

Maverick selbst ist unser internes Werkzeug. Was wir dabei gelernt haben, setzen wir bei Kunden ein: einen Ablauf auswählen, den Standard prüfen, Spezifikation und Testfälle mit dem Fachbereich schreiben, mit KI-Coding-Agenten bauen und in Betrieb geben. Mehr zu diesem Angebot auf accelerate.leadbeyond.de. Eine Live-Demo von Maverick zeigen wir gern im Gespräch.

Häufige Fragen

Was ist ein KI-Assistent?

Ein KI-Assistent ist eine Software, die mit einem Sprachmodell Aufgaben in natürlicher Sprache erledigt: Texte entwerfen, Fragen beantworten, zusammenfassen. Ein persönlicher KI-Assistent für Führungskräfte geht weiter: Er ist an E-Mail, Kalender und Gespräche angebunden und bereitet Tag und Termine mit Quellen vor.

Was ist ein KI-Stabschef (AI Chief of Staff)?

Ein persönlicher KI-Assistent, der für eine Führungskraft arbeitet wie ein Chief of Staff: Er kennt Termine, Zusagen und Gesprächsverläufe, bereitet Meetings vor und hält nach, was offen ist. Aktionen nach außen gibt der Mensch frei.

Welcher KI-Assistent ist der beste?

Für allgemeine Aufgaben sind die großen KI-Chats stark. Für Führungskräfte zählen vier andere Fragen: Kennt der Assistent die eigenen Mails, Termine und Gespräche? Zeigt er zu jeder Aussage die Quelle? Sendet er nur nach Freigabe? Und wo liegen die Daten? Ein Assistent, der alle vier erfüllt, ist meist ein angepasstes Werkzeug und kein Standard-Chat.

Was kostet ein KI-Stabschef?

Im Betrieb fallen für Maverick das Hosting und das Claude-Abo an, das wir ohnehin bezahlen. Der Bau hängt vom Umfang ab; Maverick ist in rund drei Monaten zu seinem heutigen Umfang gewachsen. Ein Angebot für Ihren Fall machen wir nach einem kurzen Gespräch.

Liest die KI alle meine Mails?

Maverick liest das verbundene Postfach, um Fragen zu beantworten und Briefings zu erstellen. An das Sprachmodell gehen nur die Ausschnitte, die für die jeweilige Frage gefunden wurden. Gesendet wird nur ein vorbereiteter Entwurf nach ausdrücklicher Bestätigung.

Kann ich Maverick kaufen?

Maverick ist unser internes Werkzeug. Gern zeigen wir es in einer Live-Demo. Für Ihr Unternehmen bauen wir mit derselben Methode ein Werkzeug für Ihren Ablauf, einen Assistenten für Führungskräfte oder einen anderen KI-Use-Case.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben

30 Minuten, kein Pitch. Wir hören zu, stellen die richtigen Fragen und sagen ehrlich, ob und wie wir helfen können.

Termin buchen